FLAMENCO :::::::::: AUGSBURG :::::::::: Y MAS

Freitag, 12. August 2011

Weltkulturerbe auf CD

Wer auf der Suche nach einem guten Flamenco-Sampler ist, dem sei der gerade erschienene Flamenco: Patrimonio de la Humanidad (4 CDs)

wärmstens an Herz gelegt. Bei der Zusammenstellung waren definitiv Aficionados am Werk. Es wurde versucht, einen kompletten Überblick über alle wichtigen Flamenco-Stile, Epochen und Künstler zu erschaffen. Mit Erfolg!
Eine Flamenco-Compilation auf diesem hohen Niveau  ist meines Wissens bisher nicht erschienen.

Allein die Interpretenliste spricht für sich:

Alba Molina, Antonio Mairena, Antonio Rey, Arcángel, Bernarda de Utrera, Camarón, Cañizares, Carmen Linares, Chano Domínguez, Chano Lobato, Chocolate, Diego Carrasco, Diego el Cigala, Dorantes, Enrique Morente, Esperanza Fernández, Estrella Morente, Fernanda de Utrera, José Mercé, Juan Habichuela, Juan Valderrama, Juan Villar, Ketama, El Lebrijano, Lole y Manuel, Manolo Caracol, Manolo Sanlúcar, Mayte Martín, Miguel Poveda, Paco de Lucía, Paquera de Jerez, Pata Negra, Pericón de Cádiz, Porrina de Badajoz, Rafael Farina, Rancapino, Remedios Amaya, Sabicas, Sandra Carrasco, Serranito, Sordera, Tomasito y Tomatito

Ein besonderes Zuckerl ist das zugehörige 40-seitige Booklet mit Infos zur Geschichte des Flamenco, Erklärung der wichtigsten Palos, Künstlerbiografien,  Webadressen, usw.

Also quasi ein Muss für Flamenco-Neulinge, aber auch für "alte Hasen" zur Komplettierung ihrer Flamenco-Sammlung.

Zu finden ist auch mein Lieblings-Tango von Estrella Morente - En lo alto del Cerro de Palomares (auf CD1):


Mittwoch, 10. August 2011

Tango ist nicht Flamenco ist Tango ist Flamenco ist nicht Tango... Eine Überlegung.


Flamenco und Tango Argentino. 

Das ist zwei Mal verliebt sein für mich. Das sind zwei Blicke in so verschiedene Wesen, zwei Arten, meinem Körper in der Bewegung Raum zu lassen und der Musik eine Körperlichkeit zu geben. Das sind zwei so verschiedene Seelen, die doch so verbrüdert sind in ihrer Komplexität, in ihrer Tiefgründigkeit, in ihrer Art, das Leben zu sehen. Beide können meine Seele über den Weg des Körpers so sehr bloßstellen, können gemein sein und verletzend. Aber sie können auch die ganze Schönheit der Welt in sich versammeln. Sie sind sich bei aller Unterschiedlichkeit vielleicht näher als jede andere Art von Tanz, sind trotz ihrer so eigenständigen Charaktere irgendwie doch fast wie Zwillinge.
Tango ist, was Flamenco nicht sein kann und Flamenco ist, was Tango nicht sein kann. Gemeinsam finden sie ihre Vollkommenheit.

Tango ist Traurigkeit, ist Begehren, ist Aggression, ist Offenbaren, ist Schönheit und Sinnlichkeit. Dasselbe könnte man über Flamenco auch sagen. Aber es reicht nicht. Es ist so viel mehr. Es ist alles. Tango ist alles, Flamenco ist alles. Beide haben die Fähigkeit, den Spuren in innere Welten zu folgen, sie sind in gewisser Weise Seeleneindringlinge, die das Innerste aufwühlen, nach außen stülpen, zurück nach innen verbannen.
Flamenco und Tango sind eine Suche. Vielleicht ohne Finden. Vielleicht geht es auch letztlich nur darum, zu suchen - nach der Erfüllung aller Sehnsüchte. Nach dem Schaffen neuer Sehnsüchte. Die jeder kennt, die jeder hat. Und auf deren Spuren man sich begeben sollte, jeden Tag.

Flamenco gibt mir Mut. Mut, um den Dingen ihre Offensichtlichkeit zu geben, um offensichtlich Bewegung spürbar zu machen, um Impulse nach außen zu transportieren, ihnen ihren Raum zu geben, zu veräußerlichen, was innerlich schreit. Flamenco ist ein lauter Atemzug, der von den Fersen bis in die letzte Haarwurzel strömt und dabei alle Energie, die er dabei aufsaugt, komprimiert und in Bewegung verwandelt. Vielleicht ist Flamenco mutiger als Tango. Vielleicht ist er auch einfach selbstsüchtiger, was die Darstellung von großen Gefühlen angeht. Er gibt dem Schmerz seine ganze Berechtigung, lässt Aggression weh tun, Verzweiflung hörbar werden, lässt Freude und Enttäuschung in unendlichen Mellismen durch den Raum strömen. Traurigkeit wird noch dunkler, Glück wird noch brennender, Lust wird noch sehnsüchtiger, Sehnsucht wird noch bitterer.

Tango ist in dieser Hinsicht vielleicht subtiler, reflektierter, verinnerlichter. Tango ist ehrlich. So schmerzlich ehrlich. Der Körper kann sich nicht davor verstecken. Auf einmal liegen alle Sehnsüchte und Traurigkeiten, all das Glücklichsein und Wollen, all das Lieben und Begehren, all die Angst und Verletzbarkeit vor mir....und ich kann nur eines tun: Sie mit in den Tanz nehmen. Sie mittanzen lassen. Um danach trauriger oder glücklicher zu sein.
Ein Aneinenanderlehnen, das Berühren von zwei Händen, die Nähe von zwei Wangenknochen, ein streifendes Bein, ein Atemzug kann mehr Verlangen auslösen, als jede Form von direkter Körperlichkeit. Tango ist getanzte Sinnlichkeit. Sinnlichkeit ist Seele. Und Tango kann in die Seele blicken. Sie offenlegen.

Natürlich ist es auch ein sehr großer Unterschied, ob man alleine tanzt wie im Flamenco oder mit einem Partner wie im Tango.
Im Flamenco teilt man die Empfindungen meistens nur mit sich selbst, mit dem eigenen Körper. Kein Gegenüber, keine andere Haut, kein anderer Atem, der mit einem den Rhythmus einatmet. Und wieder ausatmet. Der Partner im Flamenco, der Spiegel ist der Cante, die Gitarre. Und der Compas. Der einem alles vorgibt, auf den man reagieren und achten muss, so wie er auf einen selbst achtet. Die Musik gibt einem vor, wer man zu sein hat, jetzt. Und man kann ihr antworten, was man daraus macht. Oder nicht. Cante und Compas werden zum Partner, der einen durch die Bewegungen führt, der einen trägt.
 
Im Tango hat man immer einen Spiegel. Der Partner, auf den man reagieren, mit dem man interagieren, dessen Haut man spüren muss, dessen Bewegung zur eigenen Bewegung wird.  Ein Geben und ein Geben und ein Nehmen und ein Nehmen. Das heißt auch immer ein Versinken im anderen, man muss ein Stück Seele abgeben, einen Teil von sich selbst offenbaren und in eine andere Seele hineinsehen, begehren, loslassen, verletzbar sein.
Tango führt direkt dorthin, wo das sitzt, was man vor sich selbst verstecken will. Entkommen kann man nicht. Man hat nur eine Wahl: sich einzulassen. Oder es nicht zu tun. Aber wenn man einmal mitgeht mit ihm, kann man nicht zurück. Tango ist wie ein guter Liebhaber, von dem man nicht genug bekommt, weil er einem alles gibt, was man sucht. Feinheit und Härte, Kompromisslosigkeit und Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und Sex, Entziehen und Entgegenkommen, Glück und Sehnsucht. Und schließlich führt Tango auch immer dorthin, wo er am Ende auf den Flamenco trifft: in die Tiefen der Seele.

(Dieser Artikel erscheint auch in der Ausgabe der ANDA 98.)

Dienstag, 9. August 2011

Frage der Woche


Wenn Du wählen müsstest: tanzen oder lieben? 
Wofür würdest Du Dich entscheiden?

Montag, 8. August 2011

Crema Catalana statt Quarkkeulchen

Kartoffelsuppe mit Würstchen oder sächsischer Sauerbraten mit Klößen?
Durchaus lecker.
Wer in Dresden aber etwas anderes als deftige Hausmannkost sucht, für den habe ich einen Tipp. Zufällig bin ich mit meiner Reisebegleitung Freitagabend im Las Tapas in der Münzgasse gelandet. Eine kulinarische Offenbarung!
Der Wirt Manfred Chiodetti hat zwar keinen spanischen Paß, ist aber durch und durch Aficionado der spanischen Küche. Das sieht man an der Speisekarte und der Liebe zum Detail und das schmeckt man vor allem.
Wir wählten Gambas al ajillo als Vorspeise (gut!) und zum Hauptgang feinste Steaks vom Ibérico und ich muß sagen -Vegetarier jetzt mal kurz weghören- : Das Schwein war saulecker!!! Auch unser Dessert, die Crema Catalana, war perfekt.
Natürlich gibt es auch eine riiiesen Auswahl an Tapas. Kreativ ist zudem das Getränkeangebot. Schonmal San Bitter Olé getrunken? Nein? Dann wird's Zeit:
San Bitter (alkoholfreier Kräuerbitter) mit spanischem Perlwein auf Eis. Köstlich!
Hier eine kleine Impression vom Lokal:

Falls Ihr Dresden besucht, solltest Ihr Euch also das Las Tapas nicht entgehen lassen. Reservierung wird empfohlen, denn dass man dort gut speist, hat sich längst rumgesprochen.
Wir haben uns übrigens gestern Abend gleich nochmal die presa de cerdo Ibérico "gegeben", denn diese Delikatesse findet man nicht so oft auf hiesigen Speisekarten...


Dienstag, 2. August 2011

Blutsgeschwister auf Weltreise

© Blutsgeschwister

Traveller's Club
tauften die Blutsgeschwister ihre erste Kollektion für den kommenden Herbst/Winter.
Die Schwabenland-Berlin-Connection bleibt ihrem Stil treu:
farbenfrohe Musterteile mit liebevollen Verziehrungen, mal bestickt, mal Zick-Zack bebändert.
Natürlich muß ich auch nicht auf meine geliebten Lunares verzichten.
So kommen beispielsweise die Schmittchen-Schleichpants in reinrassigen Flamenco-Punkten daher.
Den schönen Kollektionskatalog habe ich schon seit ein paar Tagen zuhause.
Um so mehr war ich auf den Internetauftritt gespannt und eeendlich sind alle Kollektionsteile auch im hauseigenen Online-Shop zu sehen
und zu kaufen.
© Blutsgeschwister

© Blutsgeschwister

© Blutsgeschwister

Mittwoch, 27. Juli 2011

Geldbeutelschoner

© ASOS
Wußte ich es doch! Die üblichen Verdächtigen lassen uns nicht hängen. Auch bei ASOS trudeln die ersten Marc Jacobs-"Inspirationen" ein:
eine wunderschöne
Flamenco-Clutch und ein eleganter Bleistiftrock aus Lunares-Spitze.
Fortsetzung folgt ...
© ASOS

Montag, 25. Juli 2011

Olé, bambola...

Durch Zufall bin ich darauf gestoßen: Die große Patty Pravo mit einer (naja, leicht) flamencoisierten Version ihres Schmachtfetzens La Bambola. ;-) (Sie hätte noch ein paar von diesen schönen Handbewegungen einbauen können, oder?)
So im Alter hat sie auf charmante Weise auch ein klein bisschen ihre Stimme verloren - dafür lässt dieses leicht rauchige Timbre fast vermuten, dass man an ihr vielleicht eine gute cantaora hätte. :-)




Samstag, 23. Juli 2011

Mittwoch, 20. Juli 2011

Frage der Woche


Glaubst Du, dass Du bist, was Du tanzt?


Freitag, 15. Juli 2011

SALE - SALDI - REBAJAS

Und schwuppsdiwupps sind wir wieder bei der Sommermode.
Die Lager der Shops sind noch gut gefüllt, aber die Herbstware steht schon in den Startlöchern. Also gibt's satte Rabatte auf alles Luftige :-)

Mein gepunkteter Sale-Favourite, gefunden bei ASOS:
© ASOS